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Umweltschutz

Eine symbiotische Beziehung

An den Flugplätzen im Lande gibt es regionale Kooperationen der Flieger mit den Naturschutzverwaltern aus Regierung und privaten Organisationen. Deren höchstes, gemeinsames Anliegen ist der Schutz der Umwelt, insbesondere der Vogelwelt.

Auch die Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH verfolgt eine Umweltstrategie, die von einem weit reichenden Verantwortungsbewusstsein gegenüber der wachsenden Lärm- und Staubemission zeugt.

Beruhigende Kerndaten des FBB

Die Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH (FBB) lässt im Rahmen ihrer Umweltstrategie ihre Umweltkennzahlen regelmäßig monatlich und in der Summe jährlich ermitteln. Fluglärm und Luftgüte werden unter anderem im Internent veröffentlicht.

Der Jahresdauerschallpegel wird aus den sechs verkehrsreichsten Monaten berechnet. Dabei zeigt sich, dass immer leisere Flugzeuge Berlin und Brandenburg anfliegen, die dazu noch besser ausgelastet sind. In Schönefeld beträgt der Jahresdauerschallpegel 56,5 dB(A), in Tegel 65,3 dB(A).

Zur Luftgüte gibt es eine ganz erfreuliche Meldung von der FBB-Führung: Keiner der Grenzwerte für die verkehrstypischen Schadstoffe ist demnach im vergangenen Jahr überschritten worden. Und: Alle Ergebnisse waren mit denen der Messstellen des Landesumweltamtes (LUGV) in Blankenfelde-Mahlow und Königs Wusterhausen vergleichbar.

Speziell erfasst wird von der FBB ein Biomonitoring. Genormte Gras- und Grünkohlkulturen wurden 2013 für vier Wochen an insgesamt 10 Standorten am Gelände des Flughafens Schönefeld ausgebracht und anschließend analysiert.

Das Ergebnis durch ein unabhängiges Umweltinstitut: Der Flugbetrieb hat keinerlei Auswirkungen und kein Gefährdungspotenzial für die Umwelt in der Airport-Umgebung. Biomonitoring fand auch bei den Pollen und Waben von Bienenvölkern aus der Region statt. Proben von Bienenvölkern, die den Nektar in einem 3-km-Radius bzw. auf dem Flughafengelände sammelten, wurden dabei mit solchen, die weiter entfernt, also vom Einfluss des Luftverkehrs weithin unberührt sind, verglichen. Ergebnis: Das unabhängige Umweltinstitut konnte auch im Honig keine Rückstände von Schadstoffen feststellen.

Am Rande sei erwähnt: Das 2012 eingeführte Jobticket der Mitarbeiter ermöglicht eine umweltfreundliche Anreise per Bahn/Bus. Der Ausgleich von versiegelten Flächen im Umfeld des neuen Flughafens wurde wie mit den Naturschutzbehörden vereinbart vorgenommen. Und die FBB bezog rund 52 Prozent ihres Strombedarfs aus regenerativen Quellen.

Große Herausforderung: das Vogelschlagund Wildtiermanagament

Nicht nur wegen des Sicherheitsrisikos für den Flugverkehr wird das so genannte Bird Control eingeführt. Dabei werden die Vögel auf den Flugbetriebsflächen durch Blitzlicht oder Abfeuern von Schreckschussmunition „vergrämt“, zugleich werden die Piloten über große Vögel oder Vogelschwärme im Flugumfeld gewarnt. Das dient der Sicherheit beider: Den Piloten samt Passagieren ebenso wie den Vögeln.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Ausschuss zur Verhütung von Vogelschlägen im Luftverkehr e.V. (DAVVL) werden die Methoden fortlaufend verbessert. Der Vogelzug im Flughafenumfeld wird mittels Radar dokumentiert, Flugbetriebsflächen für Vögel unattraktiv gestaltet. Füchsen wird Gelegenheit gegeben, den Mäusebestand zu reduzieren, wobei das Gras so lang gelassen wird, dass Greifvögeln die Jagdlust auf Mäuse etc. vergeht. Wenn Bäume gepflanzt werden, so solche, die keine Früchte tragen: Vögel finden dort also keine Nahrung.