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Statement – Mai 2018

Statement zur Entwicklung regionaler Flug- und Landeplätze in Brandenburg im Einklang ihrer wirtschaftlichen Zukunft und dem zu beschließenden Landesentwicklungsplan Hauptstadtregion


Dezentrale Landeplätze sind im Flächenland Brandenburg ein wichtiger Bestandteil logistischer Lösungen für Unternehmen. Zugleich bieten Landeplätze selbst Raum für Gewerbe im Umfeld der Luftverkehrsbranche. Aus unserer Sicht ist für eine gute wirtschaftliche Entwicklung der Länder Berlin und Brandenburg und der Unternehmen eine kooperative Aufgabenverteilung zwischen dem Flughafen BER und den regionalen Landeplätzen notwendig. Die Festlegungen im LEP gelten für mindestens zehn Jahre. Deshalb müssen jetzt im LEP sich abzeichnende Veränderungen berücksichtigt werden.

Unhaltbar ist die Konzentration aller regelmäßigen Flugverkehre auf den BER. Mit Ausnahme des Linien- und Pauschalflugreiseverkehrs sollten alle anderen Verkehrsarten (wie Geschäftsfliegerei, Werksverkehr, Luftfracht) für die regionalen Landeplätze freigegeben werden.

Die Eröffnung von Entwicklungschancen für die regionale Luftfahrt beinhaltet die Zulassung von Instrumentenflugverfahren, um auch bei ungünstigen Sichtverhältnissen einen verlässlichen Flugbetrieb zu gewährleisten.

Die Fortschreibung dieser Flugplatzbeschränkung trifft aber nicht nur die Landeplätze an sich, sondern auch die regionale Wirtschaft, die sich im Umfeld der Flugplätze angesiedelt hat.

Das Land Brandenburg ist aufgefordert, für den Bedarfsfall (u.a. Nachtflugverbot) regionale Flugplätze als Ausweichlandeplätze zu definieren und vorzuhalten. Dies steigert die Akzeptanz des BER und lenkt wirtschaftliche Impulse in das Land Brandenburg.

Nach der Eröffnung des BER muss hinsichtlich seiner möglichen Kapazitäten eine Evaluierung stattfinden, die ggf. auch auf regionalen Landeplätzen Reiseflugverkehr mit Flugzeugen über 14 Tonnen Abfluggewichtermöglicht.

Kritisch gesehen wird, dass die Länder Berlin und Brandenburg im Luftverkehr Genehmigungsbehörde und Flughafeneigentümer zugleichsind. Dies ist aus wettbewerblichen Gründen bedenklich.

Die Gesamtschau der Argumente soll dazu beitragen, die Beschränkungen der regionalen Luftfahrt im Land Brandenburg nicht noch für ein weiteres Jahrzehnt zu zementieren.


Ansprechpartner:

Andreas Gagel, Geschäftsführer Stadtwerke Strausberg und Gesa Reschke, Referentin der Geschäftsleitung, g.reschke@stadtwerke-strausberg.de, Tel. 03341 345114

Frank Hellberg, CEO Air Service Berlin CFH GmbH und VorstandFlughafenverband flyBB,
p.looks@air-service-berlin.de, Tel. 030 226678837

Uwe Hädicke, CEO Airport Berlin-Neuhardenberg GmbH und Vorstand Flughafenverband flyBB, haedicke@airport-neuhardenberg.com, Tel. 033476 6070916

Holger Kalinka, Geschäftsführer KAPI electronics GmbH,
h.kalinka@kapi-electronics.de, Tel. 0334 5264183

Robert Radzimanowski, Fachbereichsleiter Wirtschaftspolitikbei der IHK Ostbrandenburg, radzimanowski@ihk-ostbrandenburg.de, Tel. 0335 56211320