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Nauen/Bienenfarm

„Barnstormer“-Gefühl im Grünen

Der Duft von Raps und Honig überdeckt im Frühjahr den Geruch von Abenteuer und Flugbenzin; Betriebsamkeit der Aktiven des Fallschirmsportclub NO 99 e.V. und Diskussionen, wie junge Menschen an den Flugsport heranzuführen sind, mischen sich auf dem Gelände. Luftfahrtaktivisten dürfen sich freuen, im platzeigenen Restaurant Bienenkorb inspirierte Gespräche in der Natur führen zu können, umgeben von den Aktivitäten eines der schönsten Hobbys der Welt.

Die Straßenanbindung über die B5 oder die Autobahn Berlin-Hamburg ist perfekt – und Ankommende, sei es aus der Luft oder am Boden, können gleich direkt am Platz im Apartment übernachten.
 
 


 
 

Mehr als ein Hobby

EDOI ist ein privat finanzierter Flugplatz. Der Eigentümer und Geschäftsführer Alfred Pauls hat ihn als Enthusiast gekauft, ausgebaut und zu einem kulturellen Zentrum der Geschichte der Allgemeinen Luftfahrt in der Metropolregion Berlin-Brandenburg entwickelt. Weder die Historie als Agrarflugplatz noch die Schwierigkeiten wegen mitunter optimierungsfähiger Anekennung solcher Leistungen durch die Politik und die Menschen in der Nachbarschaft werden von Pauls verschwiegen. Andererseits ist sich der Arzt und Naturfreund auch bewusst, dass große Ideen nicht immer auf Anhieb auf Verständnis stoßen. Das mag ein Grund dafür sein, dass Pauls weitere Entwicklungsprojekte einerseits fertig in der Schublade hat, diese andererseits aber erst dann auf den Tisch legen möchte, wenn es mehr Akzeptanz für das Image des Flugsports in der Region gibt.

Dass hinsichtlich der sportlichen Aktivitäten der Fallschirmspringer positive Auswirkungen nach der Schließung des Flughafens Tegel abzusehen sind (Luftraum C ab 3.500 ft könnte entfallen), freut nicht nur die „Fallis“: Auch Flugplatzchef Pauls will die sich daraus ergebenden Möglichkeiten für einen noch attraktiveren Lande- und Startplatz nutzen: Mit klarem Blick schaut er bei solchen Perspektiven über das Flugfeld und die bewirtschafteten Flächen daneben – „da ist noch viel Potenzial“, sagt der Mann, lacht freundlich und klopft seinem Gesprächspartner auf die Schulter.

„Nicht nur für Flieger werden wir in Bienenfarm einen ,nice meeting point for interesting people‘ erhalten.“

Ein paar Stunden auf dem Flugplatz Bienenfarm werden zu einem Erlebnis der besonderen Art: Kultur und Sport, die Kunst der Fliegerei und die von Abenteuern umwobenen Geschichten ihrer Historie vermitteln den Gästen einen ganz besonderen Genuss.
 
 


 
 

Entspanntes miteinander

Alfred Pauls ist Arzt. Und Geschäftsführer. Und Eigentümer der Flugplatz Bienenfarm GmbH. Vor
allem aber hat er „seiner“ Firma eine besondere Prägung gegeben: Es ist der Eindruck, dass man auf diesem Flugplatz ein intensives Gefühl für Luftfahrt-Historie und -Kultur erhalten kann. Das liegt nicht allein an den Oldtimern, die man hier zu sehen bekommt. Auch die Startund Landebahn neben der Bahnlinie, an deren Ende Flieger ihre Maschinen in einem seitlich gelegenen „Wendehammer“ direkt vor dem ambitionierten Bistro und Restaurant Bienenkorb auf einer weitläufigen Wiese parken, vermittelt ein kulturdichtes Ambiente: Sowohl für Gäste mit als auch ohne eigenen Flieger.

Auf Zeitreise begibt man sich von der Restaurantterrasse aus beim Blick hinüber zum Quax-Verein zur Förderung von historischem Fluggerät. Und die Vereinsmitglieder erzählen gern von den Leistungen, mit denen ihre Flugzeuge die Luftfahrtgeschichte bereichert haben. Daneben tauschen Schüler der Flugschule der Flugplatz Bienenfarm GmbH sowie der Flugschule Berlin Brandenburg Nowotny ihre Erfahrungen aus.
 
 


 
 

Konferenzlocation

EDOI zieht nicht nur wegen seiner guten Erreichbarkeit die Aufmerksamkeit der Berliner Wirtschaft auf die Region rund um Nauen. Der Flugbetrieb, aber auch die sichtbar perfekt organisierten Anlagen rund um die attraktive Gaststätte mit Konferenzräumen schaffen Arbeitsplätze im nordwestlichen Speckgürtel.

Das war schon zu DDR-Zeiten so, als das Gelände noch von Agrarfliegern genutzt wurde; zur Beladung mit Pflanzenschutz- und Düngemitteln sowie zur Betankung der Flugzeuge.

Nach der Wende nahm die wirtschafliche Bedeutung zunächst ab, dafür wurde der nun privat geführte Flugplatz ausgebaut: Hallen, eine Tankstelle, Verwaltung und Gaststätte entstanden. Zur Neuzulassung entstanden markierte Rollwege und Haltepunkte nach EU-Norm. Dabei verzichtete der Eigentümer zugunsten der Natur bewusst auf übermäßige Technisierung. Am Potenzial des Flugplatzes ändert dies nichts: Verfügbares Personal vorausgesetzt, wäre dieser schöne Ort für Events der Szene sowie den Geschäftsbetrieb im Berliner Speckgürtel leicht zu einem Wachstumskern von besonderer Attraktivität auszubauen.
 
 


 
 

Vereinsportrait

Bienenfarm ist Hauptstadt-Stützpunkt des „Quax Verein zur

Förderung von Historischem Fluggerät e.V.“: Die aktiven Mitglieder des Vereins fliegen die Oldtimer, Fördermitglieder können mitfliegen. Die Liste der historischen Maschinen und die Geschichten, wie sie in den Vereinsbesitz gekommen sind, liest sich wie ein spannendes Buch:

Eine Bölkow 208 „Junior“ etwa wurde in Oldenburg-Hatten gespendet, ein Doppeldecker

vom Typ Boeing Stearman ist seit 2012 einer der am meisten fotografierten Beauties der Quax-Flotte. Ein weiterer Doppeldecker, die Bücker Jungmann Casa I.131, stammt noch unmittelbar aus der 1933 von Carl Clemens Bücker in Berlin Johannisthal gegründeten Bücker Flugzeugbau GmbH. Die Stampe SV4 C hingegen wurde aus Belgien nach Bienenfarm verlegt.

Für Schulzwecke und Sport wurde die Klemm 35 D in den Dreißiger Jahren entwickelt, die beiden DHC-1 Chipmunk haben eine ganz eigene Geschichte. Ebenso wie die Focke-Wulf FW 44 J, eine wunderschöne Cessna 150, eine Klemm 107 B, die Grunau Baby IIB, die Doppelraab IV, die KA 6 CR oder die KA 2B.

Mehr über diese sportlich attraktiven Schaustücke der Luftfahrtkultur findet man auf www.quax-flieger.de.

 
 


 
 

Kontaktdaten Flugplatz Bienenfarm

Flugplatz Bienenfarm GmbH
Lindholzfarm 1
D-14641 Paulinenaue / OT Selbelang
Am Flugplatz
Telefon: +49 (0) 33237 – 88280
E-Mail: info(at)flugplatzbienenfarm.de
www.bienenfarmfliegen.com

CODE

EDOI

  • Technische Daten
  • Standort:

    52°41′N 12°43′ O

  • Baujahr:

    1994

  • Kapazität:

    Sportflugplatz

  • Größe:

    150 ha

  • Link:

    Zur Homepage