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Eggersdorf

Das erste Fliegerdorf Deutschlands

Der Flugplatz Eggersdorf/Müncheberg feierte 2015 seinen 100. Geburtstag. Dass er nie in der Geschichte stehengeblieben ist, zeigt er heute eindrücklich. Denn die Zeichen der Zeit sind auf dem Flugplatz Eggersdorf/ Müncheberg erkannt und so ist der Weg frei für neue Vorhaben. Im Mai 2014 wurde der neue Tower eingeweiht und private Investoren errichteten 5 neue Flugzeughallen. Weitere Flugzeughallen sind in der Planung.
 
 


 
 

Ein Zuhause für den Luftsport

Gegründet 1915 als Rumpler Militärflugschule, wurden dort mehr als 136.000 Flüge durchgeführt. 1936 wurde das Fluggelände aus dem Zentrum der Stadt Müncheberg auf den heutigen Standort verlegt. Dort wurde er als Militärflugplatz durch die Wehrmacht genutzt. Nach dem Krieg wurde der Flugplatz zwischenzeitlich von der russischen Besatzungsmacht genutzt.

Von 1947 bis 1951 diente er als Weideplatz. Aber schon 1952 begann die Nutzung als Segelflug- und Fallschirmsprung- Ausbildungszentrum, anfangs als Armeesportverein, später durch die GST. Es folgten die besten Jahre für den Segelflug- und Fallschirmsport. Persönlichkeiten wie Gerhard Titow und Eckehard Lange sind bis heute aus der Geschichte des Flugsports der DDR nicht wegzudenken. 1961 nahm die NVA den Platz in Beschlag. Ab 1968 diente er als Ausweichflugplatz für das Jagdgeschwader (JG8). Kampfpiloten landeten die MiG 21 auf einer 2.400m langen Grasbahn.

Mit der Wende 1990 begründeten engagierte Luftsportfreunde den Segelflug neu.

Ein Jahr später nahmen die Ultraleichtflugschule „Märkische Schweiz“ und die Motorflugschule Erhard Anders ihre Arbeit auf. Bereits 1993 wurde EDCE als Verkehrslandeplatz zugelassen und die Kommunalpolitik war von Anfang an dabei.

Der Bürgermeister engagierte sich für den Kauf des Geländes und die Bundesvermögensverwaltung als damaliger Eigentümer spielte mit. 1996 wurde ein 2.000 qm großer Hangar errichtet, in dem heute noch die „Ultraleichtgewichte“ montiert und gewartet werden. 1998 wurde das erste und einzige Fliegerdorf Deutschlands gegründet. Es entstanden acht Bungaloweinheiten mit Hangar. Der Flugplatz ist frei von Kreditverpflichtungen und Investitionszuschüssen. Damit dies so bleibt und der Flugplatz auf wirtschaftlich gesunden Füßen steht, entschloss sich die Betreibergesellschaft, 40 Hekter des Platzes an einen Solarbetreiber zu verpachten:

Hier werden nun 20 MW Sonnenstrom erzeugt. Das reicht, um eine Stadt wie Müncheberg mit grünem Flugplatzstrom zu versorgen. Die Einnahmen dienen einerseits der Erhaltung des Flugplatzes und fließen andererseits anteilig in die Hände der Stadt Müncheberg als Eigentümerin des Geländes. Diese Symbiose vereint die Interessen der Kommune mit denen der angesiedelten 200 Luftsportler in 5 Vereinen.
 
 


 
 

In Symbiose mit der Region

Wie aktiv ein Flugplatz in die Infrastruktur einer Region hineinwirkt, zeigt Eggersdorf: Mit 13 Arbeitskräften werden neben den Einnahmen der kommerziellen Unternehmen auch Erlöse für die Gemeinde Müncheberg erwirtschaftet. Die Flugplatzbetreibergesellschaft selbst hat 4 Mitarbeiter. Die Ultraleicht-Flugbetriebsgesellschaft mbH arbeitet zu fünft und kümmert sich um die Lufttüchtigkeit der Ultraleichtflugzeuge. Sie verkaufen nicht nur die sehr begehrten Kleinflugzeuge, sondern sorgen für Ihre Kunden mit einem guten Service in Wartung und Reparatur.

Die Firma FranX mit 2 Mitarbeitern hat sich auf Kunststoff spezialisiert (Reparatur von Flugzeugen und Bauteilen aus Glas- und Kohlefasern), die Flugservice GbR beschäftigt eine Mitarbeiterin. Die „Fliegende Kiste“ ist mit 1–3 Mitarbeitern für die Gäste da und trägt mit ihrem gastronomischen Angebot und der Zimmervermietung zum Gesamtkonzept bei. In unseren Flugschulen am Flugplatz sorgen die Fluglehrer für den fliegerischen Nachwuchs. Zur Flugplatzbevölkerung tragen aber auch die 200 im Ehrenamt arbeitenden Luftsportler des PMC Preussen Modellflug Club bei, die Mitglieder des Segelflugvereins Eggersdorf Müncheberg e.V., die Segelflieger des BAEC Berliner Aeroclub Mitte e.V. und die Mitglieder des Ultraleichtfliegerclubs „Märkische Schweiz“ e.V..
 
 


 
 

Ambiotinierte Ausbauziele

Grundlage der positiven Perspektiven sind nicht zuletzt die Aktivitäten in der Segelflug- und Ultraleichtflugausbildung sowie die Technikseminare der Ultraleichtflugbetriebs GmbH, die ihre Erfahrungen und Fähigkeiten Ihren Kunden weitergeben.

Eine Änderung am Zulassungsstatus ist nicht angedacht, das letzte Änderungsverfahren wurde 2012 mit der Inbetriebnahme der Solaranlage abgeschlossen. Die Flugplatzbetreiber verstehen sich als Dienstleistungszentrum für den Luftsport und vereinen so kommerzielle Ansiedlungen mit gemeinnützigen Interessen aller.

Die Stadt Müncheberg als Hauptgesellschafterin und Eigentümerin des Platzes hat mit dem Standort ein funktionierendes Gesamtsystem als Wirtschafts- und Jobmotor in dieser ländlich strukturierten Kulturlandschaft geschaffen. Für die Geschäftsführer der Betreibergesellschaft ist der kommunale Kontakt sehr wichtig und so berichten sie regelmäßig an Ihre Stadtverordneten. Das führt zu mehr Verständnis und verbindet die Interessen.

Der Flugplatz dient vorrangig dem Luftsport am Rande der Märkischn Schweiz und wird mit seiner umweltorientierten Ausrichtung auch weiterhin seinen hohen Freizeitwert behalten. Für die Luftsportler gehört die Verantwortung für die Erhaltung der Natur dazu.
 
 


 
 

Firmenportrait „Flugplatz Eggersdorf“

Die Ultraleicht-Flugbetriebsgesellschaft mbH ist 1996 mit der Entwicklung des Ultraleichtflugzeugs CT aus dem Hause Flight Design entstanden. Jens Brändel, als Gesellschafter und Geschäftsführer, ist von Anfang an dabei.

Brändel: „Gleich nach der Wende startete er als Betreiber der Flugschule Märkische Schweiz und machte aus 500 „Fußgängern“ UL-Piloten. Der gelernte Flugzeugmechaniker und Ingenieur für Maschinenbau ist Prüfer der Klasse 3 (für Motorsegler/Segelflugzeuge in Faserverbund, Holz, Metall), und Klasse 5 (für UL in Faserverbund, Holz, Metall + Avionik). Auch in der Betreibergesellschaft hält er zusammen mit Reimar Link die Fäden in der Hand.

Die Firma FranX (Geschäftsführer Frank Borrmann) arbeitet mit der Ultraleicht-Flugbetriebs GmbH Hand in Hand. Während sich die eine um Avionik, Motor und Zelle kümmert, sorgt der andere für alles, was auf der Strecke Faserverbund und Finish zu erledigen ist.
 
 


 
 

Kontaktdaten Flugplatz Eggersdorf

Flugplatzbetreibergesellschaft Eggersdorf/Müncheberg mbH
Am Flugplatz 4
15374 Eggersdorf/Siedlung
Telefon: +49 (0) 33432 – 72455
E-Mail: flugplatz-eggersdorf(at)web.de
www.flugplatz-eggersdorf.de

CODE

EDCE

  • Technische Daten
  • Standort:

    52°28´58,1N 14°05´27,0 E

  • Baujahr:

    1915

  • Kapazität:

    1200 m Landebahn

  • Größe:

    100 ha

  • Link:

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