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Chronik

Nach Gründung der Air Service Berlin 1990 als „Ruppiner Air Service“ wurde aus der Firma schon bald ein lizenziertes Luftfahrtunternehmen mit der Betriebsgenehmigung zur Personen- und Frachtbeförderung, Ausbildungserlaubnis, mit Genehmigung für sonstige Zwecke nach § 20 LuftVo und dem gewerblichen Betrieb von Fesselballonen.

Anfang 1991 wurde mit der Verkehrsüberwachung für den Radiosender Antenne Brandenburg begonnen. Das Produkt einer Verkehrsüberwachung mit moderierenden Piloten war deutschlandweit einmalig und wurde stetig weiterentwickelt.

Es folgten 1995 ein eigenes Radiostudio am Flughafen Schönefeld und mehre Beratungsaufgaben für öffentliche Unternehmen in Zusammenhang mit der Verkehrspräsentation. Heute bedient das Unternehmen die Berliner Radiosender 104.6 RTL und Spreeradio. Mit der speziell darauf umgerüsteten Maschine, einer Cessna 172 mit sparsamem und umweltfreundlichem Dieselmotor, wird täglich über Berlin geflogen. Weltweit gibt es kein Unternehmen, welches so dauerhaft und erfolgreich eine solche Arbeit leistet.

1996 führte das Unternehmen als erste Flugschule in Deutschland ein modernes, leises und wiederum besonders umweltfreundliches Flugzeug, die Katana DV 20, ein und erweiterte seine Schulflotte sukzessive um drei weitere Maschinen dieses Typs. Damit wurde zeitweise die modernste Schulflotte in Deutschland betrieben. Bis zur Beendigung des aktiven Schulbetriebs in Jahr 2003 wurden Hunderte Flugschüler zum Erfolg geführt.

Im Herbst 1997 wurde, einmalig in Berlin, der Flugbetrieb mit einem Wasserflugzeug, einer Cessna Stationair auf Schwimmern , aufgenommen. Seit 2007 startet das knallrote (nein, nicht Gummiboot!) Wasserflugzeug unter dem Rufzeichen „Duck 01“ erfolgreich auf der Spree. Air Service Berlin ist damit das älteste aktive Wasserflugunternehmen in Deutschland. Das Wasserflugzeug präsentiert sich mehrmals im Jahr auf verschiedenen Veranstaltungen wie zum Beispiel der Hanse Sail in Rostock und ist saisonal in Berlin am Treptower Park stationiert.

Seit 2000 firmierte das Unternehmen unter dem Namen Air Service Berlin am Flughafen Tempelhof. Im Frühjahr 2000 steigt der Berlin Hi-Flyer als SAT.1-Ballon am Potsdamer Platz erstmals in den Berliner Himmel. Mit dem Standortwechsel 2006 wechselte auch der Sponsor.

Die Zeitung DIE WELT übernahm den Berlin Hi-Flyer nun als WELT-Ballon unweit des Checkpoint Charlie. Die Ballonstation in Berlin gehört zu den erfolgreichsten Fesselballonstationen der Welt.
2001 brachte das Unternehmen einen Rosinenbomber C-47 nach Berlin. Im Rückblick hat der alerte Flieger gut lachen: „Bis 2002 betrieben wir das Flugzeug unter britischer Registrierung und ließen sie 2003 unter den Kennzeichen D-CXXX in Deutschland zu. Die technische und logistische Organisation, um diese Maschine betreiben zu können, war enorm. Das Unternehmen entwickelte sich damit zum größten Eventluftfahrtunternehmen in Europa. Das erfolgreiche Produkt, die ‚Rosinenbomber- Zeitreise‘, gab Tausenden Berlinern und ihren Gästen die Möglichkeit, die Geschichte der Luftbrücke am Boden und in der Luft zu erleben.“

Die soll demnächst ihre Fortsetzung finden: Nachdem ein vom Pech verfolgter „Bruchpilot“ im Sommer 2010 die Maschine in Schönefeld notlanden musste, wurde das historische Luftfahrzeug zunächst schwer beschädigt. Fluggäste kamen nicht zu Schaden und der Rosinenbomber wurde von einem eigens dafür gegründeten Verein sogleich unter fachkundige Fittiche genommen. In gekonnter Handarbeit soll er originalgetreu wieder aufgebaut werden. Mitarbeiter von Air Service Berlin engagieren sich ehrenamtlich in diesem Verein beim Fliegen über Berlin. Das Unternehmen definiert sich über die Qualität von Spezialprodukten, die eigenständig oder mit der DLR sowie anderen Wirtschaftspartnern entwickelt werden.

Hellberg: „Diese werden von uns als Endprodukt an den Markt gebracht. Dabei ist die Flugstunde ein wichtiger Teil, aber selten das Endprodukt. Mit dieser Strategie ist Air Service Berlin zum erfolgreichsten Event- und Spezial-Luftfahrtunternehmen geworden.“

Commander Frank geht freundlich auf die kleine Runde am Rand seines Terminals zu. Eine hübsche Mutter mit ihren zwei kleinen Jungs steht dort. Was die jetzt am liebsten tun würden, ist dem Profi für das Abenteuer über den Wolken klar: in die Luft gehen. Und das immer wieder. Die zwei Jungs schauen ehrfurchtsvoll zum schlanken Chefpiloten in der Fliegerjacke hoch, während die Mutter die Haare ihrer kleinen Abenteurer zaust, ein charmantes Lächeln aufsetzt und den Commander fragt „ … wann könnten wir denn mal wieder?“

2002 begann Air Service Berlin mit Helikopterflügen über Berlin und erweiterte sein AOC um diese Lizenz. Neben touristischen Rundflügen wird der Hubschrauber für Filmflüge und als Business- Shuttle eingesetzt. 2004 kaufte sich das Unternehmen einen AS 350 Helikopter der Firma Eurocopter, der im roten Design über Berlin fliegt. 2009 zur ITB bot Air Service Berlin zum ersten Mal in Deutschland in Zusammenarbeit mit Germanwings und der Messe Berlin einen Helikopter-Linienflugverkehr vom Airport Schönfeld zum Messegelände am Funkturm an. Der Helikopter von Air Service Berlin ist im Netz – so heißt es bei Air Service Berlin – das beliebteste Produkt für Rundflüge über der Hauptstadt.

2008 wurde schließlich ein eigenes Terminal am Flughafen Schönefeld eröffnet, wo die Firma heute ihren Sitz hat.

Air Service Berlin beschäftigt Piloten, von denen Firmenchef Hellberg mit Stolz sagt, sie hätten die meisten Erfahrungen