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Arbeitsluftfahrt

Auch Waldbrände können aus der Luft am effektivsten erkannt und bekämpft werden. Oft ist das die einzige Methode, größeren Schaden zu verhindern: ein anspruchsvoller Job für erfahrene und gut ausgebildete Spezialisten im Cockpit, die in der Arbeitsluftfahrt ein breites Betätigungsfeld finden, zum Beispiel in der Pipelineüberwachung.

Brandenburg hat ein dicht verzweigtes Netz an Gaspipelines. Die Leitungen liegen unterirdisch und haben einen acht Meter breiten Schutzstreifen. Etwa alle zwei Monate wird der Schutzstreifen abgeflogen und das Leitungsnetz kontrolliert.

Auch Hochspannungsleitungen und Ölpipelines werden regelmäßig aus der Luft geprüft. Selbst an Hochwasserschutzdämmen kann man aus dem Flugzeug die Durchfeuchtung messen und drohende Dammbrüche frühzeitig erkennen.

Wenn es gerade keine Leitungen zu überwachen gibt, werden die Flugzeuge oder Hubschrauber mit Spezialkameras umgerüstet und übernehmen Vermessungs- und Luftbildaufgaben. Großer Auftraggeber ist die Firma Google, die die halbe Erde regelmäßig befliegen lässt, um Google Earth mit digitalen Senkrechtaufnahmen zu bestücken. Aber auch Hindernisvermessungen im Umkreis von Flugplätzen, Geländeerkundungen zur Planung von Leitungs- und Straßentrassen, sowie die Betriebssicherheit von Instrumentenlandesystemen der großen Flughäfen werden durch hochspezialisierte Messflüge der Allgemeinen Luftfahrt umgesetzt.